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Die Brüder van Aneuelde zählen zu den Helfern der Wegnahme von Clawes Selandesvarer im Jahr 1421.[1]  

Leben

Namensvarianten: Ahlefeld[2]

Lebensdaten:

Herkunft: östliches Holstein[3]

Tätigkeitsgebiet: 

Verwandtschaft: die Brüder van Aneuelde stammen aus der Familie und Adelsgeschlecht von Ahlefeld[4]

Tätigkeiten

Aktivitäten als Gewaltakteur:

Zwei Brüder van Aneuelde erteilen den Gewaltakteuren sicheres Geleit.[5]  Dafür erhalten sie von den Gewaltakteuren "[...] I tunne raues vnde VI berger lobben, [...]"[6]

Status: Adel[7]

Fahrgemeinschaften:

Auftraggeber:

Geschädigte: Clawes Selandesvarer[8]

Angaben zu Schiff und Besatzung: Die Schnigge, mit welcher die Schiffnahme verübt wurde, gehört Michel Hollander.[9]

Sonstige Tätigkeiten: unbekannt

Dokumentation der Recherche

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Ostfriesisches Urkundenbuch Bd.1

Oldenburger Urkundenbuch Bd.1

Oldenburger Urkundenbuch Bd.4

Oldenburger Urkundenbuch Bd.7

Oldenburger Urkundenbuch Bd.8

Bohmbach, Jürgen; Sprandel, Rolf (Hg.): Quellen zur Hanse-Geschichte (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters Bd.36), Darmstadt 1982.

Daenell, Ernst: Die Blütezeit der deutschen Hanse, Berlin [u.a.] 3. Aufl., 2001.

Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig Holsteinische Geschichte Bd.30, Neumünster 1900.

Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig Holsteinische Geschichte Bd.121-123, Neumünster 1996-1998.

Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig Holsteinische Geschichte Bd.110, Neumünster 1985.

Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig Holsteinische Geschichte Bd.115, Neumünster 1990.

Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig Holsteinische Geschichte Bd.119, Neumünster 1994.

Hansischer Geshichtsverein: Hansische Geschichtsblätter Bd.6, Trier [u.a.] 1889.

Hansischer Geshichtsverein: Hansische Geschichtsblätter Bd.4, Trier [u.a.] 1884.

Risch, Hans Gerhard: Der holsteinische Adel im Hochmittelalter, Frankfurt am Main [u.a.] 2010.

Sonstiges

Bei einem der Brüder van Aneuelde könnte es sich um Detlev van Aneulde handeln, der auch unter den Namen Detleve van Anevelde[10], Detlef von Aleveld in den Hanserecessen auftaucht.[11]

Detlev von Aleveld ist 1417 in einen Konflikt der Hosteiner verwickelt, in welchem er zwischen Erich von Pommern und dem Herzog Heinrich von Schleswig gemeinsam mit anderen Ratssendeboten vermittelt.[12] 

Auch 1420 taucht Detlev von Aleveld im Zusammenhang mit Friedensverhandlungen zwischen den oben schon benannten Parteien auf.[13] Gemeinsam mit Detlev von Aleveld wird hier ein Hinrich von Aleveld genannt.[14] Über Hinrich von Aleveld lässt sich allerdings nichts weiter herausfinden.

Im Jahr 1426 wird Detlev von Aleveld von Erich von Pommern unter Druck gesetzt.[15] 1428 taucht Detlev von Aleveld als Vermittler auf, der einen Geleitbrief von Erich von Pommern besorgen soll.[16] 

Wobei Nicolai Clarus in seiner Dissertation keine Zusammenhänge zwischen den Brüder van Aneuelde und Detlev Alefeld sieht.[17] Eine Übereinstimmung von den zwei Brüdern van Aneuelde und Detlev von Aleveld oder Hinrich von Aleveld kann weder bestätigt noch verworfen werden.

Dieser Fall steht im Kontext des skandinavisch-deutschen Konflikts um die Vorherrschaft.[18] Durch das Bündnis zwischen Dänemark, Schweden und Norwegen in der “Kalmarer Union“ im Jahr 1397[19] und deren Übergriffe auf schlesischem Territorium, verbünden sich auch die Herzogtümer Schleswig und Holstein miteinander.[20] Daraus entsteht ein 25 jähriger Krieg,[21] der zu Anfang des 15. Jahrhunderts auch auf See stattfand.[22] 1421 befanden sich die Parteien in Friedensverhandlungen.[23] Die Städte Greifswald, Stralsund und Lübeck stehen im gleichen Jahr bezüglich des Falls Clawes Selandesvarer in Kontakt und versuchen die Waren ihren Besitzern zurück zu geben.[24] Diese beiden Ereignisse des Jahres 1421 könnten in einem Zusammenhang stehen.[25]

Quellen

HR I.6, Nr.503.

HR I.6, Nr.600.

HR I.7, Nr.218.

HR I.7, Nr.228 §9.

HR I.7, Nr.400-402.

HR I.8, Nr.69.

HR I.8, Nr.420.

LUB 6, Nr.366.

Literatur

Clarus, Nicolai: Bartholomäus Voet und die Freibeuter der Hansezeit. Untersuchungen zum Kaperwesen im Nordeuropa des 15. Jahrhunderts, Hamburg 2012.


Einzelnachweise

  1. vgl. HR I.7, Nr.400-401.

  2. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.94.

  3. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.94.

  4. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.94.

  5. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.94.

  6. vgl. LUB 6, Nr.366.

  7. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.94.

  8. vgl. LUB 6, Nr.366.

  9. vgl. LUB 6, Nr.366; sowie Clarus: Bartholomäus Voet, S.91.

  10. vgl. HR I.6, Nr.503.

  11. vgl. HR I.7, Nr.218.

  12. vgl. HR I.6, Nr.503, sowie HR I.6, Nr.600.

  13. vgl. HR I.7, Nr.218, sowie HR I.7, Nr.228 §9.

  14. vgl. HR I.7, Nr.218.

  15. vgl. HR I.8, Nr.69.

  16. vgl. HR I.8, Nr.420.

  17. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.95.

  18. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.89.

  19. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.54.

  20. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.60.

  21. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.60.

  22. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.85.

  23. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.89.

  24. vgl. HR I.7, Nr.400-402.

  25. vgl. Clarus: Bartholomäus Voet, S.89.


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